Wölfe unterliegen trotz guter Leistungen in Hanau mit 10:14

Die erwartet schwere Hürde kam im Auswärtskampf in Offenbach gegen die Hessen zu Stande. Bereits bei der Anreise waren unschöne Umfeldbedingungen zu überstehen, die Hanauer Verantwortlichen kamen in den Zugzwang, da ihre geplante Veranstaltungsstätte nicht passte. Am Treffpunktort waren gleich mal keine hiesigen Verantwortlichen auffindbar. An der nächsten Zwischenstation wurde nur gewogen, und das noch zeitverspätet. Anschließend ging es wieder fast 30 Kilometer weiter zur neuen Wettkampfstätte, der Trainingsstätte des Boxrings Hanau. Ansetzungen gab es keine, die Trainer bekamen vorerst Stehplätze, die Umkleidemöglichkeiten waren durch andere Sportler belegt und zudem sollten die vorgegebenen Sanitäranlagen in unserer Kabine vom Publikum mit genutzt werden. Jeweils nur 1 Paar Boxhandschuhe wurden gestellt und …!

Der Supervisor Holger Kußmaul wurde öfters um Hilfe gebeten, um einfachste Bedingungen durchzusetzen. Das Kampfgeschehen lief ordentlich und die Veranstaltung selbst passte. Unser Staffelkapitän Beblik hatte seine heftige Grippe noch nicht richtig überstanden, so war der Spanier Samuel Carmona einfach nicht besiegbar. Ein denkbar schwieriger Start für uns WÖLFE Team. Bereits im Federgewicht gelang der Anschluss, Dieter Geier boxte noch stabiler und angriffslustiger gegen U21 DM Younes Zarraa als in Chemnitz und gewann verdient. Im Gegenzug konnte jedoch Oliver Gomann den Spieß gegen Alexander Fengler umdrehen. Der favorisierte Hanauer Baryshnik überzeugte gegen unseren German Skilarov, der absolut nicht enttäuschte, ganz im Gegenteil. Mit seinen 18 Jahren war er sehr gut aufgestellt und boxte schon ordentlich mit. Nach Kampfpause war Marcel Orsinger einfach eine Wucht, seine physische Überlegenheit war deutlich sichtbar und seine Kampfbemühungen sehr ausgeprägt. Die Urteilsverkündung zugunsten von Nikitin verschlug nicht nur uns den Atem. Wieso und warum wir dieses Urteil so erlebten bleibt ein Rätsel. Andrey Merzlyakov hatte mit Meriton Rexhepi einen sehr starken Kontrahenten. Die Akribie im Nachsetzen und seine oft bewusst störende Führhand waren für den Sieg ausschlaggebend. Philipp
Freund konnte erneut hart und klar reinfeuern, eine Siegleistung war ihm erneut verwehrt. Der baumhohe Kazakis boxte variabler und somit erfolgreich. Die Kampfmaschine Abdoljabbar kam diesmal im offenen Schwergewicht, der erneut für Gruner eingesprungene Frank Leib versuchte seine Reichweitenvorteile geschickt zu nutzen. Eine Verletzung in Runde zwang das Trainerteam zur Aufgabe. Boxsportlich ein guter Kampfabend mit leichten Vorteilen für die Hessen. Zugleich ein wichtiger Ligakampftag für die Boxer im Ring.

Die Ergebnisse:
hanau2016

Nächster Kampftag:
LIGA HEIMKAMPF, Sonnabend 27.02.2016, 17 Uhr
Chemnitz, Sportcenter am Stadtpark
BC Chemnitz 94 – Hertha BSC Berlin

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