SACHSENTEAM siegt erneut überzeugend

Drei ereignisreiche Tage zum Boxverband Sachsens Traditionsturnier

Sie laufen durch den Ring, umkreisen sich, die Hände zu Fäusten geballt. Jeder Schlag muss sitzen, jeder Treffer kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. Die Mischung aus Adrenalin, Konzentration und dem Willen zu Gewinnen macht ihn aus, den Boxsport. Von Donnerstag bis Sonnabend konnten sich in Chemnitz wieder unzählige Sportler im Zweikampf messen. Beim 26. Internationalen Chemnitzer Boxturnier, kurz ICBT genannt, wurden auch in diesem Jahr wieder olympische Höchstleistungen gefordert.

Insgesamt zog es erneut 10 Mannschaften aus ganz Europa in die Sporthalle am Schlossteich. Mit dabei waren u.a. Boxteams aus den Chemnitzer Partnerstädten Tampere (Finnland), Lodz (Polen), Usti nad Labem (Tschechien) sowie internationale Mannschaften aus Apeldoorn (Niederlande) und aus Österreich. Aber auch von deutscher Seite herrschte rege Beteiligung. Junge Boxer/Innen aus Brandenburg, Baden-Württemberg, Thüringen, Nordrhein-Westfalen (Hamm) und natürlich aus Sachsen, stellten sich mit Feuereifer ihren Konkurrenten/Innen aus dem Ausland entgegen.

Drei Wettkampftage – Viertelfinale, Halbfinale und Finale – hatten die ambitionierten Faustkämpfer zu bewältigen. Natürlich alles unter dem Motto “Fit und fair durch Boxen”. Am Sonnabend trafen letztendlich 26 Boxer in einem nervenaufreibenden Finale aufeinander. Dabei konnte sich das sächsische Team besonders glücklich schätzen. Die 5 Nominierten Sachsen gingen mit 4 Siegen als bestes Team aus dem Turnier hervor. Während den Wettkämpfen gab es dahingehend eine Besonderheit, die das Publikum zu spalten drohte. Im 11. Kampf traten nämlich die beiden Sachsen Andrej Merzljakov und Manuel Jorde gegeneinander an. Es wurde geschrien, es wurde mit gefiebert. Nach einer wirklich spannungsgeladenen  Auseinandersetzung konnte der favorisierte und äußerst erfahrene Andrej Merzljakov letzten Endes den Sieg mit nach Hause nehmen. Für die beste Leistung des Turniers reichte das allerdings nicht. Diese besondere Auszeichnung ging in diesem Jahr an den 19-jährigen Österreicher Umar Dzambekov. Der Jungsporn Manuel Jorde vom LSP Chemnitz / Mittweida kämpfte 3 tolle Fights und erhielt den Ehrenpokal als „Bester Techniker“ des Turnieres, obwohl er knapp gegen Andrej dann im Finalkampf verlor. Der Pokal für die „Kämpferisch beste Leistung“ ging durch die Fachjury unter Leitung des Supervisors Frank Hillmer bewertet, nach Baden- Württemberg.

Aber auch außerhalb des Rings gab es wieder das ein oder andere Highlight.

Am Freitagabend luden die Ausrichter der Wettkämpfe, die Mitglieder des Boxclub Chemnitz 94, zum traditionellen Erfahrungsaustausch in das Fanlokal und Wirtshaus Kirschbaum ein. Zu diesem besonderen Anlass waren Funktionäre, Trainer, Kampfrichter, Sponsoren aber auch Delegationsbegleiter anwesend. Im Zeichen der Sportlichkeit wurde gemeinschaftlich das Ehrenbuch geöffnet, um zwei Vertreter des Boxsports zu würdigen: Lutz Antrag, Zeugwart des BCC 94 und Cem Dunar, langjähriger AIBA-3-Sterne Kampfrichter aus den Niederlanden. Wölfe Präsident Wolfgang Koß konnte bei der Ehrenreichung viel Zustimmung erhalten. Ein besonderer Dank geht dabei natürlich auch an die Familie Berkholz, für die wirklich ausgezeichnete Bewirtung der Gäste.

Beim “Wölfe-Fitness-Test” konnten sich dieses Jahr auch die kleinsten Boxer nach Herzenslust verausgaben. An mehreren Stationen wurden verschiedene Fertigkeiten wie Kondition, Ausdauer und Kraft auf die Probe gestellt. Von Seilspringen, über Standweitsprung bis hin zu Schlagtests wurde allerhand geboten. Das Prinzip, das schon zum Stadtfest etabliert worden war, erfreute sich auch diesmal wieder großer Beliebtheit. Am Ende des Tages ging natürlich kein Teilnehmer leer aus. Neben Urkunden und Medaillen wurden die besten Leistungen sogar mit einem Pokal und Sachpreisen geehrt.

Neben den boxaffinen Teilnehmern und Gästen aus Europa, zog es jedoch auch an den drei Wettkampftagen prominente Box-Freunde nach Chemnitz. Sowohl Markus Beyer (Ex-Weltmeister im Profiboxen), Jürgen Fanghänel (mehrfacher deutscher Amateurboxer mit Platzierungen bei Olympia, WM und EM), als auch Stefan Förster (zweimaliger EM-Gewinner) statteten den Chemnitzer Wölfen einen Besuch ab und wurden somit selbst Teil des diesjährigen ICBT. Mit großer Freude konstatierte Olaf Leib, der Präsident des Box- Verband Sachsen, seine Freude über die Anwesenheit dieser Boxsportidole.

Doch nach dem Turnier ist ja quasi vor dem Turnier. Denn die jungen Boxer/Innen, können sich jetzt keineswegs auf ihren Erfolgen ausruhen. In den folgenden Wochen bis Jahresende müssen sie wieder ran, zu Deutschen Meisterschaften in Cottbus, Moers, Köln und Lübeck. Bis dahin wird natürlich fleißig trainiert, damit man bei diesen wichtigen Ereignissen erneut über sich hinauswachsen kann. Die Stützpunkttrainer Mario Schulz und Renè Benirschke müssen gemeinsam mit Landestrainer Olaf Leib die richtigen Impulse setzen.

Wir wünschen allen Sportlern/Innen natürlich jetzt schon maximale Erfolge!

Benjamin Kahlert- Öffentlichkeitsreferent BC Chemnitz 94

Boxclub Chemnitz 94, Die WÖLFE in Kooperation mit dem Multimedia Team der Hochschule Mittweida

Vom 6.-9. Juli 2017 reisten 3 junge Eliteboxer zum internationalen Nation Cup – Tim FRÖHLICH siegte mit kämpferischer Leistung im Halbschwergewicht

Wir haben vom 7. – 9. Juli mit einer sächsischen Mannschaft für Deutschland am Nationencup, sehr erfolgreich teilgenommen. Neben dem Gastgeberland Österreich mit zwei Mannschaften und Deutschland nahmen Norwegen, Kroatien, Tschechien und Ungarn teil. Es war ein hochkarätig besetztes Turnier, bei dem unsere jungen “Wilden”, Jan Ualikhanov, Manuel Jorde und Tim Fröhlich, einen hervorragenden Eindruck hinterlassen haben.

Die Auslosung fand am Freitagfrüh im Hotel statt, abends wurde das Halbfinale geboxt. Als erstes musste Jan im Gewicht bis 64kg ran. Sein Gegner, ein Norweger mit philippinischen Wurzeln versuchte von Beginn an Druck zu machen. Jan ließ in den ersten beiden Runden zu viele Aktionen des Gegners zu, erst in der dritten Runde machte er selbst genug Power und verbuchte diese für sich, außerdem erhielt der Norweger in dieser Runde noch eine Verwarnung. Deshalb kam es zu einer Splitt-Entscheidung, also Punktgleichheit. Somit mussten die fünf Kampfrichter nochmals den Sieger küren. Schade, Jan verlor äußerst knapp mit 3:2 Richterstimmen. Danach musste Manuel gegen einen guten Tschechen ran. Er boxte klug aus einer sicheren Deckung heraus und setzte immer wieder die nötigen Punkte, letztlich ein verdienter Punktsieg. Tim konnte an diesem Abend noch pausieren, da der gemeldete Ungar zurückgezogen hatte.

Jan Ualikhanov in Aktion

Am Sonntag wurden dann die Finals bestritten und auch die dritten Plätze ausgeboxt. Da sich der österreichische Gegner von Jan Ualikhanov im Kampf um den Einzug ins Finale verletzte, konnte sich Jan durch W.O. Entscheid den dritten Platz sichern. Manuel Jorde boxte im Finale gegen den starken Norweger Gedminas Mindaugas, der schon überzeugend das Halbfinale gegen einen starken Österreicher gewonnen hatte. Manuel boxte sehr konzentriert und es war ein Kampf bis zum Ende auf Augenhöhe. Die ersten zwei Runden konnte man dem Norweger geben, doch die dritte Runde entschied Manuel klar für sich, also insgesamt ein knapper Sieg für den starken Norweger, der am Ende des Turniers auch zum besten Boxer gekürt wurde. Jetzt musste auch Tim Fröhlich seine Nominierung rechtfertigen, wenn man auch seine Nervosität und fehlendes Distanzgefühl, durch die lange Wettkampfpause anmerkte. Doch er kam von Runde zu Runde immer besser in den Kampf und siegte am Ende verdient, übrigens wieder ein starker Norweger, die am Ende auch als beste Mannschaft geehrt wurde.

Manuel Jorde in der Offensive

Es war ein bestens organisiertes Turnier, wir fühlen uns immer wieder geehrt, wenn unsere sächsischen Talente sich mit den Talenten aus Europa messen können und vor allen Dingen so erfolgreich. Drei Teilnehmer, davon ein Turniersieg, ein zweiter und ein dritter Platz. Ein großer Dank gilt auch dem Betreuer Sven Dahl, der die Jungs hervorragend einstellte, mit all seiner Ringerfahrung von seiner sehr erfolgreichen Zeit als Aktiver.

 

Erik Zimmer – AIBA- Kampfrichter + Delegationsleiter

Erste internationale Medaille für eine “Sächsin” zu einer Europameisterschaft in der Verbandsgeschichte!

Einzige deutsche Medaille zu den Europameisterschaften bei der weiblichen Jugend in Bulgarien 2017

Trotz einer soliden und vor allem taktisch sehr klugen Leistung, musste eine sehr knappe Punktniederlage im Halbfinale gegen die Irin in Kauf genommen werden. Somit verfehlte Maxi das mögliche Finale denkbar knapp.

Die Turnierleistung von Maxi Klötzer – BC Chemnitz 94 – zu den Europameisterschaften in Sofia ist ein ganz überzeugendes Ergebnis, da MAXI

a) im 1. Jahrgang im Jugendbereich ist

b) eine äußerst starke Besetzung in diesen Limit erlebte

c) 2 anspruchsvolle Siegleistungen gegen starke internationale Konkurrentinnen organisieren musste und dies zudem nach längeren Verletzungszeiten nicht unbedingt zu erwarten war.

Heim- und Stützpunkttrainer Renè Benirschke konnte vor Ort die Betreuung übernehmen. Er war vom DBV als Co- Trainer nominiert und im Einsatz. Für das deutsche Auswahlteam war dies die einzige Medaille im Jugendbereich dieser EM weiblich. Dies unterstreicht zudem die besondere Wertigkeit dieses sportlich überzeugenden Erfolges.

Die zweite Sächsin, Emily Mauermann vom Roßweiner SV, enttäuschte in Bulgarien nicht. In einem anspruchsvollen Kampf musste sie ihrer starken Gegnerin knapp den verdienten Sieg überlassen. Sie hat sich für weitere Einsätze im deutschen Auswahlteam vorbildlich empfohlen. Emily ist ebenso im 1. Jugendjahrgang und wird 2018 bestimmt eine weitere Chance, nach den gezeigten Leistungen, erhalten.

Beide Boxerinnen trainieren am Landesstützpunkt Chemnitz als Deutsche Meisterinnen gemeinsam mit Sabine Fiedler und Santana Tomschke, die ebenso im deutschen Spitzenfeld unterwegs sind.

Olaf Leib – PRÄSIDENT / Landestrainer BV Sachsen

EM weiblich, Jugend 2017 in SOFIA – Kampf um Einzug ins Finale am Sonnabend

Wir sind weiter dabei. Bronze ist nun schon sicher. Die nächste Aufgabe wird aber kein Zuckerschlecken.

Unsere Maxi wird am Sonnabend (08.07.2017) um den Einzug ins Finale kämpfen. Aufgrund der bekannten Situation, dass sie der jüngere Jahrgang ist, kann sie “ohne” größeren Druck ins Wettkampfgeschehen gehen.

Im Anschluss die Worte vom Bundestrainer weiblich nach dem Vietrelfinale.

Sportlichst,
Olaf LEIB – BV Sachsen – PRÄSIDENT / Landestrainer

Europameisterschaft U-17 und U-19 weibl., 02.-10. Juli in Sofia/BUL

3. Wettkampftag

Ein Tag mit fast durchweg erfolgreichem Abschluss und Absicherung von 3 Medaillen durch Einzug in das Halbfinale.

Juniorinnen:

48 kg Sahika Bostan, NRW verliert gegen Jeyssa Marcel/FRA nach Punkten

„Hut ab“ vor der kleinen Sahika, die mit einer Kampferfahrung von nur insgesamt 5 Wettkämpfen die sehr starke Französin ständig unter Druck setzte. Ihre Gegnerin konnte sich nur mit Mühe den Angriffen entziehen und verstand es dann doch mit Gegenangriffen erfolgreich zu Punkten. Ein knappes Urteil.

60 kg Sophie Alisch, MV gewinnt gegen Gozde Nur Sonmez/TUR nach Punkten

Nach wenigen Sekunden beeindruckte Sophie ihre Gegnerin mit einem überraschenden rechten Cross. Kampfbestimmend im Rückwärtsgang, mit überraschenden Gegenangriffen, hatte sie ihre Gegnerin ständig unter Kontrolle.

Im Halbfinale trifft sie auf Nune Astrian/RUS am Samstag, 08.07.

63 kg Stefanie von Berge, NRW gewinnt gegen Viktoria Matesz/HUN nach Punkten

„Steffie“ verstand es ihre Kontrahentin mit variabler Beinarbeit und guter Führhand-Schlaghand-Kombinationen unter Kontrolle zu halten und sicherte sich somit den verdienten Einzug ins Halbfinale.

Nächste Gegnerin ist am Samstag, 08.07. die Ukrainerin Veronika Korets

Jugend:

48 kg Maxi Klötzer, SN gewinnt gegen Chrysoula Plea/GRE nach Punkten

Eine taktische Meisterleistung von Maxi, die es verstand ihre Gegnerin durch die Beinarbeit unter Druck zu setzen und mit geschlossenen Deckung die Gegenangriffe der Griechin zu blocken und erfolgreich ihre Konter durchzusetzen.

Halbfinale am Samstag, 08.07. gegen Caitlin Freyers/IRL

Mit freundlichen Grüßen

Roland Kubath

Emily Mauermann Roßweiner SV und Maxi Klötzer BC CHemnitz 94 sind ausgelost.
Nun heißt es gegen starke Gegnerinnen einen guten und soliden Einstand erkämpfen
und bestmöglich siegen. Die beiden Amazonen, trainierend am LSP Chemnitz, sind
aktuell guter Dinge und gehen laut Trainer Benirschke optimistisch ins Kampfgeschehen.

Sportlichst,

OLAF Leib – BV Sachsen – Präsident / Landestrainer

Europameisterschaft U-17 und U-19 weibl., 02.-10. Juli in Sofia/BUL

29 Nationen, 115 Juniorinnen, 111 Jugend-Boxerinnen

Auslosung

Juniorinnen:

48 kg Sahika Bostan, NRW – Jeyssa Marcel/FRA am 05.07., nachmittag

50 kg Nicole Sawazki, HE – Martina la Piana/ITA, heute 03.07., nachmittag

57 kg Emily Perthold, TH – Nikolina Cacic/CRO, 06.07., nachmittag (Freilos)

60 kg Sophie Alisch, MV – Gozde Nur Sonmez/TUR, 05.07., nachmittag

63 kg Stefanie von Berge, NRW – Viktoria Matesz/HUN, 05.07., nachmittag (Freilos)

 

Jugend:

48 kg Maxi Klötzer, SN – Hamide Yavuz/TUR, 04.07., nachmittag

51 kg Charlotte Hoffmann, BY – Volha Tserekhava/BLR, 04.07., abends

54 kg Marie Bachmaier, BY – Uladzislava Kalaskova/BLR, 04.07., abends

57 kg Emily Mauermann, SN – Giordana Sorrentino/ITA, 04.07., abends

64 kg Leonie Müller, BAWÜ – Arina Danilchyk/BLR, 04.07., abends

69 kg Alina Popp, BY – Natalia Barbusinska/POL, 04.07., abends (Freilos)

Liebe sächsische Boxsportfreunde/Innen,

bitte denkt an diesem Wochenende an die Durchführung unserer Landesjugendspiele in Dresden

17.06., Sonnabend, 10:30 Uhr Halbfinale

18.06., Sonntag, 10:30 Uhr Finale

Trainingshalle DSC Volleyball, OSTRA Sportpark (Zufahrt über Magedeburger Str. 12 möglich)

Sonnabend Abend ist die große Sportgala des LSB Sachsen und wir sind dabei. Bereits zur zentralen Eröffnungsveranstaltung am Sonnabend 8:30-09:00 Uhr werden wir in das Programm direkt eingebunden sein.

Die feierliche Eröffnung des Landessportbundes beinhaltet eine Boxsportvorführung, den Kampfrichter-Eid durch unseren KARI Obmann Thomas Sureck und dann die Halbfinalkämpfe.

Kommt nach Dresden, unsere Nachwuchssportler/Innen werden an den Start gehen!

LJSp2017__Ansetzung_Halb
LJSp2017__Ansetzung_Finale

Olaf Leib                             Frank Hillmer

PRÄSIDENT                        Sportwart

Landestrainer                    Leiter S+JK des BVS

Orientierungsplan SportparkOstra
Programmflyer LJS

Erstmals fanden im Ostseebad Binz auf der Insel Rügen die Deutschen Juniorenmeisterschaften (U 17) statt.

Die sächsische Landesauswahl war unter Leitung von Jugendwart Rene Henschel und dem Chemnitzer Nachwuchstrainer Rene Benirschke  in  7 Gewichtsklassen mit 8 Sportlern bei den Titelkämpfen vertreten. Mit drei Medaillen wurden die Erwartungen zwar annähernd erfüllt, aber  die Bilanz  hätte  durchaus noch etwas besser ausfallen können.

Zwei Silbermedaillen erkämpften jeweils Artur Orlov (BC Chemnitz 94) und Dennis Fink (SV Einheit Mutzschen), eine Bronzemedaille erhielt  der Schwarzenberger Adam Gashiev.

Die sächsischen Teilnehmer im Einzelnen:

42 kg:  Adam Gashiev  (SV Schwarzenberg) hatte sowohl gegen Frenklyn Dwomoh (Marburg/HE) als auch gegen Alexander Lehmann (Lindenweiler/SA) keine Chance, verdiente sich die Bronzemedaille jedoch durch seinen Kampfeswillen.

48 kg: Artur Orlov (BC Chemnitz) war als Favorit in seiner Gewichtsklasse gestartet. Nach Punktsiegen gegen Hesen Rehimli (Nürnberg/BY) und Marvin Kasputtis (Elmshorn/SH) zeigte er auch im Finale gegen Halil Aran (Helbra/SA) eine technisch gute Leistung. Es fehlten zum Schluss jedoch einige klare Aktionen, so dass das Kampfgericht sich mit 3:2  für den Anhaltiner entschied.

54 kg: Theo Sgundek (SC Borna) überraschte mit einer soliden Leistung gegen Yusuf Akuslug (Duisburg/NRW), musste sich aber trotzdem  klar geschlagen geben.

57 kg: Elham Jusofie (KSSV Zwickau) boxte erneut zu inaktiv und unterlag im Viertelfinale dem Vorjahres-Vizemeister Ali Reza Ayubi (Gotha/TH) nach Punkten.

60 kg: Dennis Fink (SV Einheit Mutzschen) siegte zunächst nach souveränen Leistungen gegen Edwin Keller (Mönchengladbach/NRW)  und dem Vize-Europameister des Vorjahres Mehmet Sor (Backnang/BW)  jeweils nach Punkten. Im Finale hatte er dann das Pulver etwas verschossen und verlor überraschend gegen Nabil Stein (Fürstenwalde/BB) nach Punkten.

Martin Grohmut (BC Chemnitz 94) unterlag im Viertelfinale Vladimir Vasilenko (Mühlhausen/TH) sehr unglücklich mit 2:3 nach Punkten.

66 kg: Alex Ualikhan (BT Oelsnitz/V.) hatte mit Fedor Michel (Traunreut/BY) einen sehr starken Auftaktgegner, trotzdem überzeugte der Vogtländer mit einer technisch guten Leistung, es fehlten am Ende aber leider einige klare Treffer.

70 kg: Ben Kaiser (BR Atlas Leipzig) war phasenweise im Kampf gegen Etnik Jashari (Düren/NRW) einfach nervlich überfordert. Sein immenser Kampfgeist vor allem in der Schlussrunde rechtfertigte jedoch seinen Einsatz bei diesen Meisterschaften.

Frank Hillmer – Sportwart Boxverband Sachsen

KG Hannover – Seelze gegen Chemnitzer BOX-WÖLFE / Boxclub Chemnitz 94
CHEMNITZ empfängt die Niedersachsen zum Abschlußfight der Gruppe SÜD der 1. Boxbundesliga

Im Dezember 2016 feierten die BOX- WÖLFE einen überzeugenden Auswärtssieg in Hannover und starteten somit erfolgreich in die Saison. 17 Uhr beginnt am Sonnabend im Sportcenter am Stadtpark der Rückkampf in der umfunktionierten Badmintonhalle. Nach genialen Heimsieg gegen die Bayern vom BC Straubing am 21.01., die tolle Schlacht gegen den Favoriten aus Nordhausen am 11.3., nun die letzte Schlacht für die Boxwölfe unter Staffelkapitän Ronny BEBLIK.

Los gehts am Sonnabend, 17 Uhr.

Unsere lautstarken Fans und Freunde des Boxsports werden das WÖLFE Team nach vorn peitschen in Richtung S I E G.

Olaf Leib – Landestrainer

Der Monat November 2016 – eine riesige Herausforderung

Aufgrund der erlebten Sommerspiele RIO 16 kam es im Sportkalender im November zu einer äußerst anspruchsvollen Situation.

  1. KW IDM U21 in Moers
  2. KW IDJM U18 in Köln
  3. KW DM Elite in Straubing
  4. KW DBV Analyse- und Planungsseminar in Offenbach.

Unmittelbar davor sorgten die DM weiblich in Wismar und der Queenscup in Stralsund noch für ordentlichen Stress. Unser Landesverband Sachsen war extrem gefordert, da auch noch eine Trainer-Fortbildung A+B in Chemnitz vom 26.-27.11. terminiert war. Die beiden Kaderüberprüfungen am LSP im Zeitraum wurden parallel durchgeführt. Der Eispokal in Roßwein erlebte seine Fortsetzung sowie ein Nachwuchsboxtag in Chemnitz. Die Boxnacht in Bautzen war aus Veranstaltersicht organisatorisch erneut ein Höhepunkt.

Die Auswertungen zu den weiblichen Zielwettkämpfen sowie den IDM und den DM sind auf der Homepage bereits ersichtlich.

Der erfolgreichste Zielwettkampf männlich konnte in Köln erlebt werden. Unsere Sachsenauswahl stellte mit den Kämpfern Angelo Campo- MSV Bautzen, Ali Wisaitov- HSG Zittau, Yves- Domenic Kentsch, David Kasinski und Ali Dohier- BC Chemnitz und Aram Aibyan- BT Oelsnitz ein sehr ausgewogenes Team. Mit zwei Finalisten konnten wir durchaus überzeugen, zudem waren unsere Kämpfer alle der jüngere Jahrgang. Das Talent Angelo Campo (zur Junioren DM Juliusruh noch mit Übergewicht) brachte sein Limit diesmal ohne Probleme, fand boxerisch jedoch nicht in das kampflos erreichte Halbfinale. Seine klare Niederlage war so nicht erwartet, schade. Eine besondere Aufmerksamkeit beim DBV entfiel somit erneut. Auch Kentsch konnte seinen Auftaktkampf nicht wie gewohnt gestalten, der lange Jahresverlauf hat zu viel Kraft gekostet, eine Mehrfachperiodisierung in so jungen Jahren ist schwierig. Auf der Kaderliste des DBV verbleibt er jedoch unangefochten, nach den gezeigten internationalen Wettkampfleistungen im DBV Team, wie die EM. Der Weltergewichtler Wisaitov konnte im Vorrundenkampf sehr klar und überzeugend den Ring als Sieger vorzeitig verlassen. Im Viertelfinale war überraschend Schluss, seine gezeigten Leistungen waren einfach zu konträr zur inhaltlichen Bewertung. David Kasinski im Limit bis 64 kg zeigte keinen wahren Siegwille, sehr schade, da mit seinen Möglichkeiten sicher viel mehr möglich war. Das gezogene Los war zudem sehr unglücklich.

Die beiden sächsischen Finalisten überzeugten komplett. Aram Aibyan im Mittelgewicht kam mit überzeugenden Siegleistungen völlig verdient ins Finale, dort traf er jedoch auf einen Brandenburger, der sich sehr geschickt entzog und somit seine Siegchance wahrte. Dieses sehr knappe (äußerst umstrittene) Urteil konnte an der Gesamtleistung nichts ändern, es war einfach Meisterhaft. 3 Siegleistungen gegen bekannte und erfahrene Gegner hatte Ali Dohier bereits auf dem Kerbholz, als er im Finale gegen den erfahrenen Brandenburger stand. Mit 16 Jahren, erstmals über die Kampfdistanz von jeweils 3×3 Minuten und dies 4 Tage hinter einander, ganz groß. Der sehr unorthodoxe Kampfstil des Schwedters und das jetzt spürbare Fehlen der Frische und Explosivität führten zu kleinen Nachteilen im Kampfverhalten. Die beiden sächsischen Kämpfer wurden beim Nachwuchsbundestrainer jedoch mit Bravour notiert, genauso wie der junge Yves- Domenic Kentsch. Unser Jugendwart weilte beruflich in Köln und konnte einige Kämpfe miterleben. Das Trainerteam mit Roland Marks und Olaf Leib hatte ordentlich zu tun, dies mit angenehmen Erfolg. Der vom DBV nominierte Kampfrichter Thomas Sureck- Leipzig konnte fachlich und menschlich erneut sehr überzeugen.

Olaf Leib – Landestrainer / Delegationsleiter