WÖLFE Kampfsport G A L A – Saisonstart
Galerie Roter Turm, Sonnabend, 30.08.2014, 15-18 Uhr

Der traditionelle Pokal in Erinnerung unseres 1998 verstorbenen Boxnestors Fritz Bretschneiders konnte in der angekündigten Location in der Galerie Roter Turm im Chemnitzer Stadtzentrum mit tollem Erfolg durch die fleißigen Helfer/Innen des BC Chemnitz 94 ausgerichtet werden. Dem Center Management unter Leitung von Jörg Knöfel unseren herzlichen Dank für die Hilfen. Das Chemnitzer Stadtfest und die Sportmeile des Stadtsportbundes trugen maßgeblich zum Gelingen bei. 15 Uhr waren alle Stühle sowie die Stehplätze an den Bistrotischen belegt. Ein tolles
Ambiente parallel zu den Ausstellungsimpressionen, sowie erneut Hoffnung auf mehr, in der Kinokassenetage, mitten in der Chemnitzer City. Unsere Gegnerschaft aus Hessen vom BC Marburg kam pünktlich zum Wiegen. Der Vereinsvertreter Roland Leinbach war positiv überrascht betreff des gesamten Umfeldes und brachte dies im Ring auch deutlich zum Ausdruck. Ein Wiederkommen wurde zugleich herzlich von ihm in Erwägung gezogen, sollte eine erneute Einladung erfolgen. Der Pokal ging verdient nach Hessen, bewusst wurde der Nachwuchsboxer Emil Kessler geehrt. Aber auch dem Chemnitzer Sportschüler Yves D. Kentsch wurde für seine kämpferischen Leistungen eine Ehren- Urkunde gereicht. Die Vorjahressiegerin Maxi Klötzer aus Chemnitz war zeitgleich im Finale der Deutschen Meisterschaften in Weißenburg/ Bayern im Wettkampfring. Den angereisten Kämpfern aus Bautzen, Breitenbrunn und Döbeln muss ebenso viel Anerkennung ausgesprochen werden.
Olympischer Boxsport und Kickboxen in der Kampfsportgala passten erneut wie die „Faust aufs Auge“, leider fehlten die Freefighter an diesem tollen Kampfsportnachmittag. Das zahlreich erschienene Publikum applaudierte herzlich. Exakt 3 Stunden lief das Sportprogramm. Die Chemcats präsentierten ihren Erstbundesliga- Kader in der Pause. Das Publikum zollte anerkennenden Applaus und freut sich ebenso auf die bevorstehende Saison. Ein ganz prima Sportnachmittag, Anerkennung den Trainern, Kampfrichtern, Funktionären, vielen Helfer und Freunden. Die Athleten/Innen dankten es mit sportlichem Einsatz im internationalen Wettkampfboxring.

Ehrung-Bretschneider-Pokal2014

FAZIT: Dieser Wettkampf machte ALLEN viel Lust auf mehr. Die heutige Entscheidung des Vereinsvorstandes der Chemnitzer Box- WÖLFE zu einem erneuen Start in die 2. Bundesligasaison fiel entsprechend positiv. Trotz einiger Sorgen waren sich Präsident Wolfgang Koß gemeinsam mit Manager Olaf Leib einig, aber erst nach klaren Bereitschaftserklärungen der Ligatauglichen Boxer.

>>>Ergebnisse<<<

 

 

RIESIG – der WÖLFE Nachwuchs mausert sich!
Kompletter Medaillensatz für die Wölfe zu den Deutschen Kadetten Meisterschaften
Das harte Training hat sich also gelohnt. In der vergangenen Woche fanden im brandenburgischen Lindow die Deutschen Titelkämpfe der 12 bis 14 Jährigen statt, für die sich gleich 6 Nachwuchsboxer des Boxclub Chemnitz 94 e.V. erfolgreich qualifiziert hatten. Mit beachtlichen Leistungen konnten die Sportschüler vor Ort einen kompletten Medaillensatz für sich erkämpfen.
Allen voran Jungwolf Artur Orlov. Nach vielen Jahren ohne den begehrten Meistertitel im Nachwuchsbereich, haben die Wölfe mit ihm wieder einen Deutschen Meister in ihren Reihen. Diesen konnte er mit seinen beherzten Kampfleistungen in der Gewichtsklasse bis 32,5kg erkämpfen und sich selbst damit krönen.
Denkbar knapp hätte beinahe auch Ali Dohier in der Gewichtsklasse bis 50kg Gold für uns geholt. Nach zwei kräftezerrenden Kämpfen im Viertel und Halbfinale, konnte er seinen Finalkampf leider dann doch nicht gewinnen. Er war zwar der Aktivere in einem Gefecht, der auf Augenhöhe stattfand, aber ein bis zwei klarere Treffer hatte der Hamburger mehr im Ziel. Somit blieb Silber für unseren Ali, sprich die überzeugende Vizemeisterschaft.
Abgerundet wurde die erfolgreiche Meisterschaft durch den Gewinn der zwei Bronzemedaillen für Yves-D. Kentsch (-38,5kg) und Dennis Kalmykov (-43kg), die momentan als der jüngere Jahrgang nochmals nächstes Jahr an gleicher Stelle auftrumpfen können.
Nils Thalmann und David Kasinski scheiterten hingegen im Viertelfinale an ihren Gegnern, aber sie reifen zusehends und werden immer besser. Hier ist es nur eine Frage der Zeit bis der Knoten platzt.
Abschließend insgesamt eine großartige Kiste für den Verein, wenn man bedenkt, dass sich die Jungs in ihrem noch jungen Trainingsalter weiter entwickeln und für den Boxclub Medaillen jagen können.
In diesem Sinne freue ich mich auf viele weitere großartige Trainingseinheiten und hoffe auf eine erfolgreiche Zukunft!!! Dem Trainerteam unter Cheftrainer Leib mit Mario Schulz, Andreas Schöne und Steffan Nobis gilt der herzliche Dank und die nötige Anerkennung.
Im sächsischen Boxteam gab es zudem noch weitere tolle Leistungen und eine Menge an Medaillen, ein weiteres Gold (Plauen), 2 Silberne (Oschatz+Bautzen) und Bronze.

René Benirschke – BCC 94 – Jugendtrainer

Teilnahme an der „MINI- WM“ erfolgreich- Bronze für Ronny BEBLIK

Der traditionelle Chemiepokal konnte erwartungsgemäß mit tollem Boxsport aufwarten. Fast 20 Nationen gingen in Halle über die Waage. Ein Teil der Weltspitze der olympischen Boxer war erwartungsvoll in der Auslosungsbox gelandet. Lediglich die Kubaner reisten erneut nicht an.
Nicht nur für das deutsche Team ist dies internationale Boxevent von großer Bedeutung in Richtung Voranschreiten RIO 2016. In diesem Jahr finden weder Welt- noch Europameisterschaften statt, das heißt Nutzung solcher Turnierevents mit optimalem Einsatz.

Beblik-MovsarViertelfinale, 29.05.
Unser Sachse Ronny Beblik startete in seinem Gewichtslimit bis 52 kg, sprich Fliegengewicht. 10 Gegner waren ebenso im Limit ausgelost, Ronny musste im Viertelfinale gegen den Irländer Chris PHELAN ran. Sehr souverän, mit boxerischer Vielfalt und Lockerheit löste er diese wichtige internationale Aufgabe. Seitens der Teamleitung mit Cheftrainer Dr. Bastian an der Spitze, gab es viel Lob und Anerkennung für diese überzeugende Leistung.
Halbfinale, 30.05.
Alexandr Riscan aus Moldawien konnte den Italiener Manuel Cappai im Viertelfinale siegreich begegnen. Der uns bekannte Moldawier wurde von Ronny bereits 2mal geboxt. 1mal siegreich zum Chemiepokal 2013, wo Ronny den Chemiepokal gewinnen konnte. In Runde 1 verstand es Ronny gut, seine langen Hände erfolgreich ins Spiel zu bringen. In der 2. Runde kam es zu einem unangenehmen Kopfstoß, dieser wurde zwar von der „Ringrichterin“ kurz kritisch angesagt, jedoch ohne Konsequenz für Riscan. Ronny musste Zeit nehmen nachdem er am Boden war, der weitere Verlauf dieser Runde war entsprechend. Die Entscheidung erzwingend, ging Ronny in der 3. Runde kampfbereit nach vorn. Diese Taktik ist gegen Riscan nicht hilfreich, die Konter waren nicht zu erfolgreich parieren. Eine knappe Punktniederlage war leider nicht zu vermeiden, ein mögliches Heimurteil erfolgte nicht.
Finale, 31.05.
Der amtierende Weltmeister aus Russland, Vasily Vetkin war bereits deutlich im Halbfinale am späteren Turniersieger aus Kasachstan, Ilyas Suleimenov gescheitert.

FAZIT: bei dieser Weltklasse kann die Bronzemedaille für Ronny Beblik als guter Erfolg und wichtiger internationaler Einstand in Richtung Qualifikation RIO 2016 eingeordnet werden. Die anstehenden DM in Eichstätt vom 14.-18.10.2014 sind gut vorzubereiten, um für die
internationalen Championate 2015 gut gerüstet zu sein.

Sachsenmannschaft mit 2 Bronzemedaillen erfüllt bescheidene Erwartungen

Vom 13.-17. Mai 2014 fanden die Juniorenmeisterschaften Deutschlands erstmals auf Rügen statt. Im Jugenddorf Wittow erlebten die deutschen Junioren aus allen Landesverbänden gut organisierte und sportlich abwechslungsreiche Titelkämpfe. Die Zielsetzungen für das Sachsenteam waren sehr klein, diese Jahrgänge (1998/99) zählen aktuell zu den Schwachen. Die beiden Halbfinalisten vom LSP Chemnitz (Jorde / Schröter-Schumann) überzeugten mit ihren Leistungen. Der Vorjahresmeister der Kadetten Lukas Risch (+80kg) konnte sich in seiner neuen Gewichtsklasse noch nicht behaupten. Mit 2 tollen Wettkämpfen machte er auf sich aufmerksam als energischer Kämpfer. Für  alle angereisten Landesverbände im deutschen Boxsportverband gab es Zustimmung für die Ausrichtung der nächsten 3 DMs der Junioren in Juliusruh auf Rügen.

Wettkämpfe aus Sachsensicht:

50 kg- Sergej Poklonov – ESV Delitzsch
Sergej Poklonov aus Delitzsch hatte im Losverfahren durchaus seine Chancen. Im 1. Kampf der DM musste er gegen den Brandenburger Toni JESCH ran. Eine lösbare Aufgabe, leider konnte Sergej nicht komplett seine Linie umsetzen, verlor knapp. Kein guter Start für uns Sachsen.

54 kg- Henry Birkholz – BC Döbeln
12 Boxer traten in dieser Gewichtsklasse an. Der noch recht unerfahrene Henry Birkholz vom BC Döbeln konnte mit Los 10 nicht zufrieden  ein. Sein Gegner Kristian Stang aus Hamm war der Favorit und setzte sich klar durch. Das kämpferische Aufbegehren von Henry war ehrenhaft, reichte jedoch nicht wirklich.

57 kg- Tim Schneider – Boxteam Oelsnitz
Mit 15 Starten in der Lostrommel war es für Tim nicht gut aufgestellt. Das Freilos, um erst in Runde 2 zu starten, konnten wir mit Los 8 nicht ziehen. Somit war der Gegner vom gastgebenden Landesverband aus Mecklenburg- Vorpommern ein schwieriges Los. Bereits in Kampf- Runde 2 traf ihn eine Schlaghand entscheidend, TKO Niederlage.

66 kg- Manuel Jorde- TSV Fortschritt Mittweida
Hayk Ghukasyan hatte den Heimvorteil, konnte ihn aber nicht nutzen. Manuel boxte den kleineren Wismarer in Runde 1 und 3 deutlich aus. Runde 2 war knapper aber auch nicht verloren. Bronze war nun erreicht. Im Halbfinale konnte „Manu“ diese Leistung nicht 100% wiederholen, zu oft war er defensiv und zu verhalten gegen den späteren Deutschen Meister Alexander WERSCH aus Niedersachsen. Insgesamt eine gute Meisterschaft für den am LSP Chemnitz trainierenden Halbmittelgewichtler. Glückwunsch an den Heimverein um Vorstand Andreas Fiebig.

70 kg- Tom Schröter- Schumann – HSG Turbine Zittau / BC Dreiländereck
Nach einem überzeugenden Sieg im Viertelfinale gegen einen äußerst schlagstarken aber auch unsauber agierenden Berliner stand Tom erstmals in einem deutschen Halbfinale. Der Berliner Omar RIEDEL knallte förmlich seine Raketen Richtung Ziel, dies aber mit Innenhänden und Vergleichbaren. Tom hielt seine Linie und sammelte Punkte, vorrangig auf der Innenbahn. In Runde 3 warfen die Berliner das Handtuch zur Aufgabe, TKO Aufgabe Sieg für uns Sachsen. Narek Markarjan aus Schwerin war der Halbfinalist gegen Tom, er war sehr schwer zu boxen. Tom kämpfte alle 3 Runden verbissen, steigerte sich aber die Niederlage war nicht abwendbar, trotz einer sehr guten Leistung vom Zittauer. Der Ringrichter lies eine Menge von Unsauberkeiten seitens des Schweriners zu. Eine ausgesprochene Verwarnung änderte nichts, es gab keine weiteren Konsequenzen für den einzigen Mecklenburger noch im Rennen der DM.

80 kg- Mario Pervan – KSSV Zwickau
Der untersetzte Nick Getz aus Niedersachsen verstand es, seine Reichweitennachteile durch aggressives Angreifen erfolgreich auszugleichen. Mario versuchte über die lange Reichweite seine Chance, dies reichte nicht. Der Niedersachse war sowohl von der Erfahrung als auch vom Kampfverhalten überlegen. Die Niederlage stellte für Mario Pervan jedoch eine gute Erfahrung dar, er konnte aus diesem Fight viel lernen. Ebenso wurde deutlich, dass er durchaus mithalten kann, dies sollte für eine kontinuierliche Weiterentwicklung hilfreich sein.

+80 kg – Lukas Risch – ESV Delitzsch
Der DM 2013 in der AK Kadetten hatte im Losverfahren gute Voraussetzungen und nutzte diese. In der Vorrunde besiegte Lukas den Brandenburger Haldor Höhne nach einer kämpferischen guten Leistung. Im Viertelfinale musste er gegen den Anhaltiner von Görzig, Eric Sachse antreten. Erneut sehr kampfstark aber auch wieder Reichweitennachteile prägten das Gefecht. Diesmal reichte es nicht, besonders in Runde 3 waren die konditionellen Fähigkeiten nicht optimal. In der Folgerunde der DM (Halbfinale) kam auch für den Anhaltiner das AUS. Im Finale standen Boxer mit jeweils 4 Kämpfen Erfahrung im Ring, inklusive der Geboxten in Juliusruh.

Fazit:

Bei einer weiteren kontinuierlichen Entwicklung sind perspektivisch deutliche Leistungssteigerungen möglich. Das Trainerteam Frank Hillmer, Enrico Nürnberger und LT Olaf Leib gingen helfend kritisch in die Auswertung mit den Athleten. Aufbauend auf seine Erfahrung und der genauen Prüfung der Gewichtsklasse kann Lukas Risch sicher schnell zur deutschen Leistungsspitze aufschließen, zudem ist er noch der junge Jahrgang. Die beiden Medaillengewinner Jorde und Schröter- Schumann vom LSP haben in diesem Jahr noch die IDJM in Köln als Zielwettkampf, hier sicher einiges möglich. Für die Jungsporne Berkholz, Poklonov, Schneider und Pervan waren die Meisterschaften eine gute Standortbestimmung, weiteres fleißiges Trainieren wird vorausgesetzt.

Bild DM U17 2014