2. Box Bundesliga 2013/2014

-Heimkampf am Sonnabend, den 25.01.2014, 17 Uhr
-Sportcenter am Stadtpark, Badmintonhalle
Boxclub Chemnitz 94, Die WÖLFE – BSK Hannover- Seelze 11:13

Favorit aus Niedersachsen konnte hauchdünnen Sieg einfahren

– WÖLFE- Team begeisterte erneut!
BERICHT

Das Sportcenter am Stadtpark erwies sich erneut als toller Boxsport- Tempel. Das
sensationell-funktionierende Helferteam stellte einen „internationalen“ Rekord auf.
Pünktlich 17 Uhr begann der Fight in einer bestens vorbreiteten BOX- ARENA, sprich
der Badmintonhalle, 21 Uhr waren alle Spuren dieses Sportevents schon wieder
verschwunden. Der WÖLFE- Vorstand mit Präsident Koß und Vizepräsident Leibner
konstatierten einen neuen Rekord. Die Helferteamleitung Lutz Antrag und Mario
Thiele leisteten enormes in wahrlich genialer Teamarbeit.
Ein extrem verstärktes Gästeteam aus Hannover- Seelze war nach Sachsen
angereist. Das vom DBV angesetzte Kampfgericht aus dem Landesverband
Brandenburg hatte bis zur Pause keine Mühe die Urteile zu fällen. Erneut hieß der
Supervisor vom DBV Holger Kußmaul aus Baden- Württemberg. Der gigantische Start
der WÖLFE ging vollends in Ordnung und lies gute Hoffnung auf viel mehr Punkte
zum Schluss. Nach der Pause ging das Kampfrichterteam mit einem Fehlstart ins
Rennen. Das gewünschte „Unentschieden“ seitens der Chemnitzer Teamleitung
geriet in Gefahr, eine Siegleistung war nun schon nicht mehr reell, schade.

52 kg – Fliegengewicht
Lokalfavorit Ronny Beblik startete alle 3 Runden eine überzeugende Boxshow.
Letztjährig für die WÖLFE im Einsatz, der talentierte Steven Maleika für Hannover
startend, konnte nicht 1 Runde gegen halten. Ronnys Kampfgeist, aber auch die
technisch- und strategisch taktischen Vorteile überzeugten vollends. So macht Boxen
Spaß, ist echt schön anzusehen und erfolgreich.

56 kg – Federgewicht
Seine „weiße Weste“ behalten wollend, startete unser Federgewichtler Sharafa
Raman knallhart ins Gefecht. Hier brannte wirklich nichts an. Schlagstark auch
variabel setzte Sharafa Runde für Runde sein Siegkonzept um. Heimtrainer Metin
Okcu war sichtlich glücklich, konnte er doch im Vorkampf für Hannover in der Ecke
sitzend, nicht ganz zufrieden sein, mit seinem Boxtalent Steven Maleika.
60 kg – Leichtgewicht
Der „Boxer des Tages“ vom Heimkampf am 11.01. Howik Barsegjan musste den
starken Neueinkauf der Niedersachsen, den am Bundesstützpunkt Schwerin
trainierenden Deutschen Meister, Robert Haruntunyan boxen. Dies tat er ohne
Respekt, sondern mit immensen Selbstvertrauen in den Fäusten. Das Fachpublikum
im Sportcenter war begeistert. Kluge Handlungen aus dem Gegenangriff heraus
brachten den Robert oft in ungewohnte Bedrängnis. Der Wechsel zwischen Angriff
und Gegenangriffsverhalten war das „Erfolgsrezept“ gegen einen nie aufgebenden
amtierenden DM. Einfach herrlich!

64 kg – Halbweltergewicht
Ilja Fiberg versuchte vieles besser zu gestalten als beim letzten Heimkampf. Der
druckvolle und schlagintensive Malke Buyukkaya verstand es prächtig, seine
Reichweitennachteile zu kompensieren. Ein Fight auf „Biegen und Brechen“ und
leider die bessere Linie und Konsequenz für den kleineren Malke. Bereits in Hannover
besiegte dieser Malke unseren Chris Förster entscheidend in der 3. Runde, der
aktuell Ausbildungsbedingt nicht zur Verfügung stand.
69 kg – Weltergewicht
Phillip Nsingi, dass Zünglein an der Waage, sollte das gewünscht mögliche
„Unentschieden“ erboxen. Eine deutliche Steigerung gegenüber seinen Kampf in
Hannover/Seelze wurde vom Trainerteam ausgemacht. Der verdiente Punktsieg
gegen Grachik Melkonian und die Revanche wurde vollkommen überraschend
verwehrt. Sicher ein knapper, aber ein verdienter Sieg wäre zum Heimkampf in
Chemnitz richtig gewesen. Das Trainerteam und viele Boxsportfans zeigten sich zu
Recht enttäuscht über die 2:1 Punktrichterentscheidung.

75 kg – Mittelgewicht
Der Favorit Jakob Deines lies dem jungen Nuri Yesil immer nur die 1. Minute pro
Runde agieren. Dann stach Deines zu und holte alle 3 Runden mit kämpferischer
Klasse und boxerischer Übersicht. Der berufsbedingt fehlende WÖLFE Boxer Robin
Zipper fehlt aktuell enorm.
81 kg – Halbschwergewicht
Ivan Bitjakow versuchte mit viel Übersicht und immer wieder locker zu boxen. Bereits
Ende der 1. Runde schlug ein trockner Führhand- Seitwärtshaken bei Ivan krachend ein,

auch in der Folge passierte dies nochmal. Ivan rappelte sich zwar willensstark
immer wieder auf, der Sieg rückte aber zusehends in weite Ferne. Trotz guter Treffer
und einer soliden „Boxweise“ ist eine gewünschte Siegleistung so schwer zu
organisieren.

+81 kg – offenes Schwergewicht
Unser Superschwere Philipp Gruner (DM 2011) wurde mit der Gegneraufstellung
genauso wie das Trainerteam voll überrascht. Der Ex- DM Eugen Schellenberg
erwischte auch einen guten Tag und konnte oft locker und unbeschwert boxen.
Philipp versuchte mit einer variablen Führhandarbeit und einer soliden Beinarbeit
seine Schlaghand zu platzieren. Der beweglichere Schellenberg stellte sich nicht
immer einem Zweikampf, sondern entzog geschickt dem Schlagabtausch. Nun wollte
Phillip mit der „Brechstange“ was reisen. Das Fanpublikum jubelte und schrie Gruner
nach vorn, umso mehr verkrampfte Philipp Gruner.
Der Stützpunktwechsel durch den DBV angeordnet, von Heidelberg nach Frankfurt /
Oder braucht noch seine Zeit, ist aber eine Chance und prima Herausforderung. Hier
gibt es viel zu tun, Talent und Einsatz von Philipp Gruner liegen auf der Waagschale.
Die Militär- WM (Mai) und die DM in Straubing (Oktober) sind die nächsten großen
Zielwettkämpfe als Leistungsnachweise für den Bundeskader Gruner.

FAZIT:
Der erwartet schwere Kampftag fand statt.
Die erlebten Kampfpaarungen verliefen auf sehr hohem Niveau. Genau wie in
Hannover am 14.12. des letzten Jahres war es eine Schlacht auf „Augenhöhe“.
Erneut mit mehr Glück im Gepäck konnten die Niedersachsen siegen, unsere Lobby
bei den Kampfrichtern ist zu prüfen. Mit der überraschten verstärkten
Teamaufstellung der Hannoveraner konnte man trotzdem leben und hätte ein
Unentschieden klar verdient gehabt.
Vor dem Ligaduell fand traditionell ein Rahmenkampf im Nachwuchs statt. Diesmal
konnte die weibliche Fraktion sich präsentieren. Die junge Kämpferin aus Bautzen,
Denise Wölfer machte ordentlich Dampf, doch die Chemnitzerin Lorena Schmid
stellte sich immer besser ins Geschehen und konnte verdient siegen.

Am Freitag, den 14.02.2014 müssen wir zum Auswärtsstart nach Herzberg
ins „Brandenburgische“ gegen die KG BSC Hertha Berlin / BC Cottbus.

Weitere Infos und Fotos siehe unsere Vereins- Homepage: www.boxclub-chemnitz94.de
Termine: 08.03. AWK in Hanau, 15.03. Heimkampf in Chemnitz gegen Berlin/Cottbus

Ergebnisse

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