Vizepräsident Org/Gst
Landestrainer

Erwartungsgemäß sind die Nachwuchsdeutschen Meisterschaften der Jugend qualitativ sehr stark im Niveau. Auch im Sportjahr 2015 waren viele Gewichtsklassen der 17 und 18 jährigen Boxsportler gut frequentiert. Unsere kleine Sachsendelegation hatte bereits im Vorfeld nur bescheidene Hoffnungen. Nach der Auslosung bewahrheitete sich die Situation. Unsere Jugendlichen konnten gut mit boxen, lediglich im Medaillenbereich fehlten uns die Nachweise. Die Bedingungen vor Ort waren bescheiden. Das Hostel, was zur Unterbringung fast aller Landesverbände vorbereitet war, erwies sich als echte Herausforderung, vor allem verkehrstechnisch. Bis zu 4mal täglich (Wiegen/Arzt und 3 Veranstaltungen) mussten wir jeweils bis zu 45 Minuten hin und auch wieder zurück zur Sporthalle. Kampfrichter Thomas Sureck erledigte seine Aufgaben souverän ebenso wie Betreuerkollege Uwe Otto von der SG Neuwelt.
Zu den sportlichen Sachlagen:
Nick Pfüller von der SG Neuwelt konnte im sehr stark besetzten Halbweltergewicht nur Erfahrung sammeln. Sein favorisierter Gegner Ali Mohammed aus Niedersachsen musste sich strecken. Nick kämpfte alle Runden aufopferungsvoll und lies oft den Niedersachse schlecht aussehen. Eine Punktniederlage war nicht abzuwenden. Eine tolle Leistung des jungen Erzgebirglers in der Vorrunde. Somit war leider die DM bereits in der 1. Veranstaltung am 1. WK- Tag für ihn schon beendet. Gleichauf erging es in der Folgeveranstaltung dem Mittelgewichtler Tom Schröter- Schumann vom BC Zittau/LSP Chemnitz. In seinem 1. Jugendjahr kämpfte Tom erwartungsgemäß betont und fleißig gegen Rene Kubiki. Ein schlagstarkes Gefecht, aus der Sichtweise vieler Anwesenden auch die deutlich klareren Treffer für Tom. Leider sah dies das Kampfgericht anders. Aus dieser Leistung keimt für das Folgejahr einiges für unseren Tom. Endlich kamen wir auf die Siegerstraße, Manuel Jorde vom TSV Mittweida/LSP Chemnitz überzeugte gegen Lersan Kurun aus Niedersachsen. In dieser 3. Veranstaltung fanden 7 Kämpfe im Limit von Manuel statt, sprich dem Weltergewicht. Am Folgetag in der Morgenveranstaltung hielten wir Kurs. Gegen den uns unbekannten aber in 8 Kämpfen 7mal erfolgreichen Manuel Schneider kam Stimmung auf. Der Westfale ging brutal und angriffslustig zu Werke. Unser Halbschwere Tim Fröhlich hatte ordentlich zu tun. Bereits in Runde 2 übernahm Tim aus den boxerischen Mitteln heraus systematisch die Kontrolle des heißen Gefechtes. Unter den Augen vom DBV Cheftrainer, Dr. Harry Kappell überzeugte Tim zusehends. Somit war die Medaille für unser Sachsenteam erboxt.
In der 3. Veranstaltung am Donnerstag ging es erneut auf die Verliererstraße. Beim 2:1 Punkturteil gegen Manuel Jorde haderten wir kräftig. Der Brandenburger Erik Kauliski boxte nicht überzeugend, auch Manuel krachte nicht so siegbewusst wie in der Vorrunde dazwischen. Eine ausgezeichnete Kampfleistung zeigte der Chemnitzer Mittelgewichtler Oskar Beksultanow. Vezir Agirman, das Brandenburger Aushängeschild konnte gegen den klug und gewinnsuchenden Sachse nicht brillieren. Die Punktniederlage ging in Ordnung, die Leistung von Oskar hat Anerkennung verdient. Ein unglückliches Los in einer traurigen Auslosung für das Sachsenteam.
Am Freitag früh kam bereits das „AUS“ bei der Arztuntersuchung für den letzten Sachsen im Wettbewerb. Der Chemnitzer Kaderboxer Tim Fröhlich quälte sich mit einer Ellenbogenblessur.
Fazit:
Großer Aufwand, guter Boxsport aber leider wenig Erfolg. Die Medaille von Tim Fröhlich als Wermutstropfen, die Kaderberufung für ihn in den Bundeskader jedoch ein Erfolg. Somit kann die Einberufung in die sächsische Polizei- Sportfördergruppe mit Unterstützung des OSP Chemnitz/Dresden erfolgreich zum 01.09. beginnen. Auch eine neue und hoffentlich positive Erfahrung für unseren Landesstützpunkt Chemnitz und somit dem Box- Verband Sachsen.

Olaf Leib – Landestrainer

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